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... begann 1990, als in der Vorweihnachtszeit die Lehrerin Frau Gruschwitz und ihre Schüler Päckchen für arme Leute packten. Frau Gruschwitz stammt aus Dagestan und unterrichtet seit den 1970ger Jahren Russisch, daher die Idee, russischen Familien zu helfen.
Der erste Hilfstransport wurde organisiert und traf in Brest auf den Verein „Kinder in Not". Dazu gehören mehr als 170 Familien in und um Brest. In allen Familien ist mindestens ein Kind an Krebs erkrankt. Dies ist wahrscheinlich
eine der Folgen der Atomkatastrophe von Tschernobyl. Viele Familien wurden aus strahlenverseuchtem Gebiet nach Brest umgesiedelt. Seit 1990 sind schon viele Kinder gestorben. In Brest gibt es deshalb
2 eigene Friedhöfe für Kinder! Alle Familien leiden Not. Die medizinische Versorgung ist
schwierig und sehr teuer.
Bis zu viermal jährlich fuhren seitdem Hilfstransporte. Für viele Familien haben Greizer Familien eine Patenschaft übernommen. So kann ganz speziell auf die Not der einzelnen Familien eingegangen werden. Außerdem entwickeln sich dadurch tiefe Freundschaften.
Bis nach Dagestan an der tschetschenischen Grenze fuhren die Hilfstransporte. Durch
diese Hilfe der Bürger aus Greiz und Umgebung wird
inzwischen ca. 200 Familien mit krebs kranken Kindern,
mehreren onkologischen Krankenhäusern und Polikliniken,
katholischen, evangelischen und orthodoxen Gemeinden,
Behinderteneinrichtungen und -gruppen,
sowie weiteren äußerst bedürftigen Familien
geholfen.
Im April 2000 wurden die Helfer während ihres Aufenthaltes in Brest gebeten, sich den
"Verein Zauberer" anzuschauen. Dieser Verein entstand aus der Initiative betroffener Eltern. Auch diese Familien leiden Not. Es sind alles Kinder mit Behinderungen von Geburt an: Missbildungen am Herzen, an der Lunge, an den Händen oder Beinen, spastische Lähmungen und Bewegungsstörungen, Augenleiden, Gehörschäden . . . Diese Krankheiten sind wohl ebenfalls durch das Tschernobylunglück verursacht - Folgen dauernder Niedrigstrahlung und verseuchter Nahrung. Für die Kinder gibt es nur eine schlechte medizinische Versorgung und kaum Hilfe. Die Familien sind alle arm - das monatliche Einkommen beträgt meist
nur 100 €. Die Kinder treffen sich bis zu 3mal wöchentlich, um traditionelle Bastelarbeiten anzufertigen. Diese werden verkauft - womit der Kreis der Hilfe zur Selbsthilfe geschlossen wird. Die
Kinder haben für ihre Arbeiten schon viele Preise und
Auszeichnungen erhalten. Ein Teil der Bastelarbeiten wird hier in Deutschland gegen Spenden veräußert. Über die Verwendung der Spenden führen die Mütter der Kinder
Buch (liegt dem Verband für Behinderte Greiz e.V. im Original vor).
In
den 11 Jahren wurden mehrere Tausend Euro in bar und viele hundert Kilo
Sachspenden an die Zauberer persönlich übergeben (zu 100% abzüglich lediglich 50€ pro Transport für die anteiligen Transportkosten).
Eines der Kinder konnte für 2 Wochen zur Behandlung
nach Deutschland geholt werden.
Für
den Transport der Sachspenden müssen je 2 LKW organisiert
werden. Es fallen dabei ca. 2500 Euro an Kosten an
(je
LKW): Benzin, Versicherung, Steuern, Zoll, Reparaturen... Dies wird organisiert durch den Verin "Hilfstransport Greiz-Brest" e.V.
Organisiert
von meinem Bruder Johannes fanden
neben anderen Benfizveranstaltungen mehrere Benefiz-Konzerte mit der Erfurter Band Newman & friends statt. Sie spielten Klezmer und Musik aus Osteuropa.
Der Verband für Behinderte Greiz e. V.
(Tel. 03661/63588) unterstützt großzügig und selbstlos mit Rat und Tat die Vorbereitung und Durchführung der Hilfsaktionen. Er erhält ausführlich Rechenschaft über die Sammlung und Verteilung der Geld- und Sachspenden. Von allen Unterlagen erhält er Kopien und Durchschriften. Auch hier erhalten sie Auskunft zu den Hilfstransporten .
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