Shanna Mechedko in Greiz (2.-15.6.2010)

Nach 15 Jahren weilte Shanna Mechedko auf Einladung einer Spenderin 2 Wochen in Greiz. Damals hatte Shanna die erste Prothese bekommen, mit der sie richtig laufen konnte.Diese wertvolle Beinprothese wurde nun erneuert. Meister Probst fertigte sie perfekt, passte sie präzise an und Shanna kann wieder richtig gut laufen. Während derAnproben herrschte immer eine sehr freundliche und familiäre Athmosphäre. Überglücklich zeigte sie allen ihr neues Bein und läuft damit schnell wie ein Wiesel - wer es nicht weiß, merkt keinen Unterschied. Vor mehr als 20 Jahren war Shanna Ausbilderin bei den Fallschirmspringern. Eines Tages verunglückte sie in der Luft und verlor ihr Bein. Ihr Sohn war noch ein Baby und sie musste allein mit einer zu kleinen Invalidenrente und allen Problemen klarkommen. Ihre Kameraden versuchten ihr zu helfen und hatten den Kontakt zu unserer Hilfsinitiative hergestellt und die Spenderin half in aller Stille, Bescheidenheit und ohne Eigennutz. Sie ist heute für Shanna eine Freundin und zweite Mutter. Umso größer war deshalb auch die Freude über das Wiedersehen. Die wenigen Tage in Greiz waren voller Erlebnisse. Shanna war begeistert von unserer Stadt und ihrer positiven Entwicklung und vor allem von den Menschen: "Ihr seid so freundlich und ihr seid alle wie eine Familie!" Walentina Gruschwitz zeigte Shanna Greiz und Umgebung von möglichst vielen Seiten. Shanna fand Ähnlichkeiten der Landschaft mit Moskau - die Lage in und auf den Hügeln. Sie war sogar fast ein bisschen neidisch:"Ihr lebt hier wie im Paradies" und stellte verwundert fest, dass Walentina Gruschwitz nach den vielen Jahren hier mehr zu Hause ist, als in ihrer alten Heimat. Shanna erhielt viele Hilfe, z.B. schenkte ihr Familie Falk ihre komplette Wohnzimmereinrichtung, als sie erfuhr, dass Shanna nur ein paar alte Möbel besitzt. Mit dem Hilfstransport wurden sie gleich während dieser Zeit nach Brest gebracht und stehen schon dort im Lager, bis alles in drei Monaten verteilt werden darf. Shanna half selbst fleißig mit bei der Vorbereitung und Beladung der LKW. Direkt nach der Rückkehr des Transportes berichtete ihr Familie Jalowski von der Reise. Auch der Vorsitzende des Vereins"Hilfstransport Greiz-Brest e.V." Uli Jetschke berichtete Shanna ebenfalls persönlich vom Verlauf des Transportes (www.hilfstransport-greiz-brest.de). Von vielen Familien wurde sie zum Kaffeetrinken und Rosterbraten eingeladen. So auch nach Zoghaus von Familie Jetschke, die sich schon seit 15 Jahren für die Hilfsaktion einsetzt. Die Begegnung verlief sehr freundschaftlich und warmherzig. Unvergessen ist Shanna auch der Grillabend in der "Perle Europas" (bei Hohenleuben) bei Ingrid und Winfried. Auch diese Familie hilft schon seit vielen Jahren Menschen in Belarus. Nicht nur hier lernte Shanna den Alltag und das Leben der Menschen kennen, Einfachheit, Zusammenhalt, Freundschaft, Hilfsbereitschaft, aber auch Sorgen und Nöte. Sie erlebte auch eine Fahrt nach Karlovy Vary. Das war für Shanna ein  unglaublicher Traum - keine Kontrollen an der Grenze, wunderschöne Landschaft, märchenhafte Architektur - sie fühlte sich wie eine Prinzessin aus Zarenzeiten. Letzten Sonntag erlebte Shanna den Festgottesdienst und das Gemeindefest der katholischen Kirche mit (www.kath-kirche-greiz.de). Auch hier gab es viele persönliche Begegnungen mit treuen Helfern und Unterstützern der Hilfsaktion. Die größte Freude aber wurde Shanna vom Luftsportverein Greiz e.V. (www.luftsportverein-greiz.de) bereitet: Nach all den vielen Jahren durfte Shanna wieder in ein Flugzeug steigen und die Welt von oben betrachten. So ein Erlebnis kann sicher nur nachempfinden, wer selbst von ganzem Herzen Flieger oder Fallschirmspringer ist. Sie hat während des Fluges viele schöne Fotos von unserer Heimat gemacht. Nun ist sie wieder zu Hause in Brest angekommen und muss erst einmal all die vielene Erlebnisse und Eindrücke verarbeiten. Shanna hat sich beim Abschied noch einmal riesig für all das Gute bedankt und war überglücklich (sie fand kaum noch ein Wort). Sie wird uns schreiben, wie es ihr weiter ergeht. 

 

in der katholischen Kirche

 

nach dem Flug

bei Familie Falk