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Nach 15 Jahren weilte Shanna Mechedko auf
Einladung einer Spenderin 2 Wochen in Greiz. Damals hatte Shanna
die erste Prothese bekommen, mit der sie richtig laufen konnte.Diese wertvolle
Beinprothese wurde
nun erneuert. Meister Probst fertigte sie perfekt, passte sie
präzise an und Shanna kann wieder richtig gut laufen.
Während
derAnproben herrschte immer eine sehr freundliche und familiäre
Athmosphäre. Überglücklich zeigte sie allen ihr
neues Bein und läuft damit schnell wie ein Wiesel - wer
es nicht weiß, merkt keinen Unterschied. Vor
mehr als 20 Jahren war Shanna Ausbilderin bei den Fallschirmspringern.
Eines Tages verunglückte sie in der Luft und verlor ihr
Bein. Ihr Sohn war noch ein Baby und sie musste allein mit einer
zu kleinen Invalidenrente und allen Problemen klarkommen. Ihre
Kameraden versuchten ihr zu helfen und hatten den Kontakt zu
unserer Hilfsinitiative hergestellt und die Spenderin half
in aller Stille, Bescheidenheit und ohne Eigennutz. Sie ist heute für Shanna
eine Freundin und zweite Mutter. Umso größer war
deshalb auch die Freude über das Wiedersehen. Die wenigen
Tage in Greiz waren voller Erlebnisse. Shanna war begeistert
von unserer Stadt und ihrer positiven Entwicklung und vor allem
von den Menschen: "Ihr seid so freundlich und ihr seid
alle wie eine Familie!" Walentina Gruschwitz zeigte Shanna
Greiz und Umgebung von möglichst vielen Seiten. Shanna
fand Ähnlichkeiten der Landschaft mit Moskau - die Lage
in und auf den Hügeln. Sie war sogar fast ein bisschen
neidisch:"Ihr lebt hier wie im Paradies" und stellte
verwundert fest, dass Walentina Gruschwitz nach den vielen Jahren
hier mehr zu Hause ist, als in ihrer alten Heimat. Shanna erhielt viele Hilfe, z.B. schenkte
ihr Familie Falk ihre komplette Wohnzimmereinrichtung, als sie
erfuhr, dass Shanna nur ein paar alte Möbel besitzt. Mit
dem Hilfstransport wurden sie gleich während dieser Zeit
nach Brest gebracht und stehen schon dort im Lager, bis alles in
drei Monaten
verteilt werden darf. Shanna half selbst fleißig mit bei
der Vorbereitung und Beladung der LKW. Direkt nach der Rückkehr
des Transportes berichtete ihr Familie Jalowski von der Reise.
Auch der
Vorsitzende des Vereins"Hilfstransport Greiz-Brest e.V."
Uli Jetschke berichtete Shanna ebenfalls persönlich vom
Verlauf des Transportes (www.hilfstransport-greiz-brest.de).
Von vielen Familien wurde
sie zum Kaffeetrinken und Rosterbraten eingeladen. So auch nach
Zoghaus von Familie Jetschke, die sich schon seit 15 Jahren
für die Hilfsaktion einsetzt. Die Begegnung verlief sehr
freundschaftlich und warmherzig. Unvergessen ist Shanna auch
der Grillabend in der "Perle Europas" (bei Hohenleuben)
bei Ingrid und Winfried. Auch diese Familie hilft schon seit
vielen Jahren Menschen in Belarus. Nicht nur hier lernte Shanna
den Alltag und das Leben der Menschen kennen, Einfachheit, Zusammenhalt,
Freundschaft, Hilfsbereitschaft, aber auch Sorgen und Nöte.
Sie erlebte auch eine Fahrt nach Karlovy Vary. Das war für
Shanna ein unglaublicher Traum - keine Kontrollen an der
Grenze, wunderschöne Landschaft, märchenhafte Architektur
- sie fühlte sich wie eine Prinzessin aus Zarenzeiten.
Letzten Sonntag
erlebte Shanna den Festgottesdienst und das Gemeindefest der
katholischen Kirche mit (www.kath-kirche-greiz.de).
Auch hier gab es viele persönliche Begegnungen mit treuen
Helfern und Unterstützern der Hilfsaktion. Die größte
Freude aber wurde Shanna vom Luftsportverein Greiz e.V. (www.luftsportverein-greiz.de)
bereitet: Nach all den vielen Jahren durfte Shanna wieder in
ein Flugzeug steigen und die Welt von oben betrachten. So ein
Erlebnis kann sicher nur nachempfinden, wer selbst von ganzem
Herzen Flieger oder Fallschirmspringer ist. Sie hat während
des Fluges viele schöne Fotos von unserer Heimat gemacht.
Nun ist sie wieder zu Hause in Brest angekommen und muss erst einmal
all die vielene Erlebnisse und Eindrücke verarbeiten. Shanna hat sich
beim Abschied noch einmal riesig für all das Gute bedankt
und war überglücklich (sie fand kaum noch ein Wort).
Sie wird uns schreiben, wie es ihr weiter ergeht.
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