von Ulrich Jetschke
Erstmals unternahm das Team eine Rundreise. Unsere Überlegung war, auf diese Weise die Zeit intensiver mit den betroffenen Familien nutzen zu können. Zum zweiten konnte Geld gespart werden, da die tägliche Rückreise zum Standort Brest entfiel.Es gab herzliche Begegnungen mit den Kindern der Stadt Berjosa. Das Treffen fand bei der Familie Prokurat statt, deren Sohn an Leukämie erkrankt war.Wir übernachteten bei Familie Sawenok zwischen Berjosa und Kobrin. Dort trafen wir auch deren behinderten Sohn Mark. Das Leben dieser Familie ist von früh bis spät von Arbeit gekennzeichnet. Sie haben ein Haus, ein Feld und eine Kuh. Davon und von der Hilfe der „Greizer“ leben sie.Am zweiten Tag begegneten wir den Kindern von Kobrin. Wir trafen uns in einem ehemaligen Pionierlager an einem See. Es gab viel zu erzählen, unser Dolmetscher Wolodja Michailow war stets gefordert. Jeder brachte etwas zu essen und zu trinken mit und danach vergnügten sich Kinder und Eltern beim Baden.Für den nächsten Tag war die Übergabe des Zwillingskinderwagens vorgesehen. Beim Anrufen bekamen wir die schreckliche Nachricht, dass von den bereits geborenen Zwillingen nur einer überlebte. Das war ein Schlag. Wenigstens erhielten wir vor unserer Abreise die Information, dass die Mutter von Familie Sawostini für ihr lebendes Kind da sein wird, denn auch sie kämpfte um ihr Leben.Am dritten Tag besuchten wir die onkologische Kinderklinik in Minsk-Porowjani. Die Ordensschwester Vera Plusultuliewa empfing uns in ihrer kleinen, in das Kinderkrankenhaus integrierten Kapelle. Ihre Aufgabe ist es, sich um die Seelen der Kinder und Eltern (meist Mütter) zu kümmern. Das ist ihr Leben! Mit warmen Worten und in ihrer stillen Art ließ sie uns wissen, womit wir helfen können.Für die behandlungsfreie Zeit stehen Räumlichkeiten zur psychologischen und physischen Betreuung zur Verfügung. Hier werden wir das nächste Mal mit Schreibtischen, Stühlen, Polstermöbeln, Malsachen und anderen Materialien für kreative Tätigkeiten helfen können. Diese Zusage konnten wir getrost machen.Am 09.06.11 gegen 9 Uhr trat unsere Mannschaft mit Mario Dittrich, Benni Dittrich, Michaela Lüttich, Bernd Singer sowie Ulrich Jetschke die Heimreise an. In die vielfältigen Eindrücke der Dankbarkeit über unsere Hilfe mischten sich Gedanken zu neuen Unsicherheiten in Weißrussland wegen des Währungsverfalls. Am 10.06.11 gegen Mittag trafen wir wieder in Greiz ein.Vielen Dank allen, die diesen Transport unterstützten. Es gab viele Geldüberweisungen, zu denen uns Daten fehlen. Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, damit wir Ihnen danken und Ihnen die entsprechende Zuwendungsbescheinigung zukommen lassen können.
Herzlichen Dank für alles,
Ulrich Jetschke und das gesamte Hilfstransport-Team.